Waren um die Jahrtausendwende Forstleute noch besorgt, dass es zu einer „Vereschung“ kommen könnte und drängten diese nach Möglichkeit zurück um wirtschaftlich attraktiveren Baumarten Platz zu machen, so schien dies bloß ein Vorbote für einen flächendeckenden natürlichen Rückgang zu sein. In einer ersten Phase, dem Eschentriebsterben, war die baumpflegerische Praxis geprägt von vermehrten Dürrastentnahmen und Fällungen von weitgehend abgestorbenen Eschen.

Wenige Jahre später wurde bereits von einem Eschensterben gesprochen und einerseits als Gelegenheit gesehen unliebsame Bestände endgültig zu eliminieren, andererseits wurde schmerzhaft die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung spürbar. Zuletzt kam es zu einer dramatischen Eskalation der Situation, nachdem vermehrt Eschen ohne erkennbare Vorzeichen einfach umfielen.

Das Bundesforschungszentrum für Wald erforscht die Schadensdynamik und versucht in einem Projekt gemeinsam mit der Baumpartner Arboristik GmbH makroskopische, visuelle Merkmale zu selektieren und hinsichtlich der Standsicherheit zu bewerten.

Hierzu wurden die Bewegungsmuster betroffenen Eschen mit hochauflösenden Datenloggern während Starkwindereignissen gemessen. In einer weiteren Phase werden die Bäume mittels Seilzug entwurzelt und mit den Beobachtungen im Wind verglichen.

Vorläufiges Fazit der laufenden Untersuchungen: Es gibt noch Bäume die ausgesprochen stabil verankert sind und es besteht Hoffnung, dass diese visuell erkennbar sind beziehungsweise durch gerätetechnische Untersuchungen beurteilt werden können!